Chronik des Regener Taubenmarkts

Der Taubenmarkt in Regen ist einer der ältesten durchgehend bestehenden Märkte in Niederbayern. Der erste Taubenmarkt wurde 1907 auf dem Stadtplatz in Regen abgehalten. Erst im Jahr darauf wurde der Geflügelzuchtverein Regen gegründet. 

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In den Bildern sieht man Aufnahmen des Taubenmarkts am Stadtplatz aus den späten 60er Jahren.

Über die Jahre wuchs der Markt und auch der Verkehr nahm am Stadtplatz stetig zu, sodass man sich 1972 entschloss mit dem Markt in die Tierzuchthalle umzuziehen. Hier erlebte der Regener Taubenmarkt dann auch die Blütezeit mit bis zu 2000 Besuchern an den Hauptmärkten an Sebastiani und Karsamstag.
 

Seit den frühen 90er Jahren schwindet generell das Interesse an der Kleintierzucht und somit auch an den Taubenmärkten. Trotzdem konnte die Tradition der Taubenmärkte bis 2016 aufrecht erhalten werden, da es weiterhin eine eingeschworene Züchterschafft gab für die der Handel von Geflügel am Sonntagvormittag einfach dazu gehört genauso wie die Rosswürste und der Frühschoppen. 

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Nach einem längeren Genehmigungsverfahren konnte der Bau in Angriff genommen werden und aufgrund der enormen Eigenleistung nach kurzer Bauzeit im September 2016 feierlich eröffnet werden.

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Erst als 2016 der Viehversteigerung aus Regen abwanderte und die Tierzuchthalle für den Taubenmarkt nicht mehr zur Verfügung stand, musste eine Entscheidung gefällt werden ob der Taubenmarkt an anderer Stelle fortgeführt wird, oder ob auch diese traditionelle Veranstaltung für immer verschwindet. So entschloss sich die Vorstandschaft des GZV Regen auf dem Vereinsgelände die Lagerhalle um eine Markthalle zu erweitern.

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Die Halle bietet jetzt Platz für 150 Tiere, hat eine Gaststube, einen Stand für Futtermittel und Kleintierzubehör und einen Verkaufsstand an dem traditionell Rosswürste, Kuchen, Gebäck und Kaffee erworben werden können. Seit der Neueröffnung des Taubenmarkts in der Vereinshalle steigen die Besucherzahlen wieder stetig an und besonders in den Wintermärkten ist die Halle voll besetzt, sodass auch im Außenbereich Käfige zur Verfügung stehen, in denen die Tauben, Hühner und Hasen präsentiert werden können.

Viele Besucher schätzen es einfach am Sonntag früh einen Rundgang durch die Reihen der Markthalle zu machen, entweder ein paar Tauben, Hühner oder Hasen zu erwerben, oder auch nur mit den Kindern die unterschiedlichen Tiere zu bewundern. Neben dem Handel mit Tieren steht für viele Züchter auch der Austausch mit anderen Züchtern im Vordergrund, was besonders in der Gaststube oder vor dem Verkaufsstand praktiziert wird.

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